Archiv für Dezember 2007

Socken Nr. 34

schnell noch vor Jahresende: Auftragssocken für eine liebe Kollegin. Bild folgt, weil schon zu dunkel zum fotografieren.
Gestrickt aus Lana Grossa Meilenweit Tweed, 60 Maschen auf Birkenholznadeln 2,5; Herzchenferse und Bandspitze.

Ansonsten stehen hier die Zeichen auf nachbarschaftliches Silvesterfeiern – jede Familie kocht einen Bestandteil des Menüs, alle bringen Essen und eigenes Geschirr dieses Jahr zu uns. Dann wird gemeinsam getafelt und anschließend gespielt. Inzwischen sind nur noch die jeweils jüngsten Kinder dabei – die drei Buben haben üppig Knaller eingekauft. Da werden wir heute nacht lange beschäftigt sein. Zm Aufwärmen gibts danach Punsch und gemeinsames Singen bis vor Müdigkeit keiner mehr kann.

Morgen früh geht es dann gleich weiter – meine Mutter hat Geburtstag und dieses – nein, nächstes Jahr – haben wir sie samt meinem Vater, Bruder und Schwägerin (die grad aus Spanien zu Besuch sind) zum Frühstück eingeladen. Ihr Ansinnen schon um 9.30 Uhr zu erscheinen konnte ich grad noch abwenden…

Euch allen einen guten Rutsch hinüber ins nächste Jahr!

Nachtrag – das Bild:
Socken für Edelgard

Wieder da

aus der Tintenwelt zurück – und schade, der Haushalt verkraftet solche Lümmeltage leider nur mit deutlichen Spuren. Wieso ist der Kühlschrank eigentlich noch so voll und dann doch nicht das Richtige drin für die hungrige Meute? Und ansonsten schließe ich mich klagend Frau-äh-Mutti an: ich will Haushaltszwerge oder -feen, die die Wäscheberge abarbeiten, klebrige Böden wischen und kalkig-stumpfe Bäder polieren. Während ich mich weiter auf dem Sofa ausstrecke, den Bücherstapel abarbeite, ein wenig stricke und im Schlaf abnehme…

Nach Tintenherz und Tintenblut haben wir (der Mittlere Sohn und ich) nur mühsam bis Weihnachten auf Tintentod warten können. Und auch der dritte Band hat mich nicht mehr losgelassen. So ganz verzaubert wie beim Ersten war ich nicht mehr, aber dennoch – ein Buch zum Lesen in einem Rutsch, zum nicht mehr auftauchen wollen aus dieser Tintenwelt und mit der leisen Enttäuschung am Schluss, dass es jetzt doch leider zu Ende ist.

Weiterer Genuss war zu meiner Überraschung der Film „Parfüm“. Ja eher immer die Skeptikerin bei Literaturverfilmungen hat dieser Film mich positiv überrascht. Dafür war „Casino Royal“ enttäuschend. Was liebe ich die alten JB-Filme. Die neuen können da nicht mithalten. Die Story dünn wie nur was, und sonst nichts als Effekte. Hach, manches war eben doch früher einfach besser.
Und dann waren da noch einige Simpsons-Folgen, denen ich mich nicht entziehen konnte – vielleicht mutiere ich doch noch zum Fan.

Spiel der Woche: Carcassonne. Der Jüngste Sohn spielt nicht mehr mit. Weil er immer verliert. (Wie ähnelt er doch seiner Mutter…)

Zwischen den Jahren

muss ich dieses Jahr zum Glück gar nicht arbeiten. Und auch nicht Kochen. Oder Aufräumen. Ich kann einfach so weiter lümmeln wie an den Weihnachtsfeiertagen…

Schön wars. Friedlich. Heiter. Alle waren glücklich mit ihren Geschenken. Der Älteste Sohn läuft völlig cool mit seinem Blauzahn-Stöpsel im Ohr herum und spricht mit der Luft. Der Mittlere Sohn war nur schwer davon abzuhalten noch am Weihnachtsabend um 22.00 Uhr die Lautstärke des neuen Bassverstärkers auszutesten. Der Jüngste Sohn versteht nicht ganz, warum zum Snowboard-Helm und den Schuhen nicht auch noch das Board gereicht wurde, tröstet sich aber mit zahlreichen anderen Geschenken.
Es gab reichlich DVDs und Bücher. Wir haben auch gleich viele Filme angeschaut, gepokert und Carcassone gespielt.
Dann hat sich der Beste Ehemann krank ins Bett gelegt.
Die Buben verschwanden zu Freunden und an die Pla*station.
Und ich konnte ungestört in die Tintenwelt abtauchen. Bin auch nur kurz aufgetaucht um die verspätete Weihnachtspost aufzuarbeiten und mal einen Tee zu kochen. Essen brauche ich vermutlich ein paar Tage nichts mehr.

Also wieder gemütlich aufs Sofa und ab ins Buch….

Habe (fast) fertig

Den letzten Arbeitstag habe ich ruhiger als erwartet, dafür etwas blutig hinter mich gebracht – beim Speck schneiden abgerutscht und den Daumen in die Aufschnittmaschine gehalten. Gar nicht gut. Zunächst wenig schmerzhaft war der Schnitt dann doch ziemlich hinderlich beim Stricken – und das, wo doch noch die Bettsocken für das Patenkind zu stricken waren. Aber – sie sind fertig. Hat eben etwas länger gedauert.

  • Socken Nr. 33 aus Resten von unbekannt, Opal, Online.
  • Größe 37, mit Rüschenrand, jede 4. Masche links.
  • Gestrickt auf billigen und viel zu biegsamen Bambusnadeln – nie wieder diese Nadeln!
  • Herzchenferse und Bandspitze.

Alle Geschenke sind im Haus, fast alle auch schon eingepackt. Plätzchen sind gebacken, nicht so viele wie wir wollten, aber auf jeden Fall genug. Und alles Lieblingssorten sind dabei – das Spritzgebäck für den Besten Ehemann entstand gestern Abend noch. Sterne sind keine gebastelt, aber dann kommt Weihnachten eben ohne.

Weil das Feste heuer so günstig liegt und heute keiner mehr arbeiten oder die letzten Geschenke besorgen muss haben wir für den Abend ein paar Freunde zum „Christmas Warming“ eingeladen.
Und morgen fällt ein geliebtes Ritual weg – die Freundin, die ihren Geburtstag am 24. immer mit einer Einladung zum Brunch feierte, ist leider weg gezogen. Aber der Rest bleibt: Wichteln gehen, Friedhöfe und Gräber der Verwandten besuchen, ein wenig Geheimnissen. Vorabendmette besuchen (ja, wir sind bequem und gehen nachts nicht mehr so gern aus dem Haus), Bescherung, Essen. Spielen, Lesen…..


Angel of harmony

Mit diesem Engel wünsche ich euch allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest.

Weihnachtsfeiern, geballt

diese Woche jeden Tag. Gestern Abend in Chor 1 – wow, ich hätte nicht mit so einem Buffet gerechnet. Auf ein lapidares: „Jeder bringt einfach was mit“ kamen ganze Platten mit leckerem Essen. Und Kuchen. Und Plätzchen. Und Cremes. Und Glühwein mit und ohne. Schade, dass ich schon gegessen hatte.

Heute Weihnachtsfeier an meiner einen Arbeitsstelle. Sehr schön, sehr stimmungsvoll aber auch lustig – wie immer. Wir lassen das Jahr Revue passieren – in allen verschiedenen Bereichen. Immer gibt es Neue zu begrüßen und lang Bewährte zu verabschieden. Und manche treffen sich nur hier und beim Betriebsausflug. Alles Frauen, alle mit einem Reichtum an Leben, Erfahrungen, individuellen Schicksalen, ganz verschieden und doch vereint in dem Wunsch ihr Wissen um „Weiblichkeit“ zu teilen, weiter zu geben, andere zu stärken in ihrem Vertrauen auf eigene Kraft und Intuition.
Ich arbeite einfach gern dort.
Morgen dann Weihnachtsfeier in Chor 2. Am Donnerstag Weihnachtskonzert in der Schule (und/oder Geburtstagsfeier des Schwagers).
Am Freitag weihnachsteinkaufende gestresste Menschen bedienen und immer freundlich bleiben. Am Samstag Weihnachtseinkäufe erledigen und fröhliches Glühweintrinken in Nachbars Garten.
Am Sonntag? Christmas Warming Party? Oder einfach nur genießen? 
Und ihr? Knubbeln sich die Feiern auch in der letzten Woche? Streß oder Genuß?

Brrr

Ein eisiger Wind pfeift hier um die Ecken und so richtig hell ist es erst gar nicht geworden. In der Kirche wurde mir zwar warm ums Herz, aber der Rest blieb zapfig kalt. Da verzichte ich doch heute auf Bewegung an der frischen Luft oder das Konzert der Schwägerin in eben dieser kalten Kirche. Schließlich habe ich mir gestern auf dem Weihnachtsmarkt beim Singen auch schon kalte Glieder geholt – genug für ein Wochenende.

Dafür habe ich das vernachlässigte Krippengärtchen aufgehübscht und meine kitschigen Lieblingsengel aufgehängt. Schon ganz schön weihnachtlich. Und gleich werden noch die übrig gebliebenen Osterhasen und verschmähten Nikoläuse gerieben und zu Schokoladenbrot verbacken. Lecker!! Rezept könnt ihr hier finden: Schokoladenbrot

Wieder daheim

ist der Mittlere Sohn. Eine ganze Woche war er jetzt in Sachen Musik unterwegs. Erst ein Hütten-Proben-Wochenende mit dem Jugendchor. Dann eine Woche Chor- und Orchesterfreizeit mit der Schule. (Da er im Chor und im Orchester ist, durfte er die ganze Woche mitfahren…). Er war etwas übermüdet aber sehr guter Dinge gestern. So hält er die nun folgenden vorweihnachtlichen Auftritte auch sicher gut durch.

Nur der Sport hat ihm gefehlt. Als der Jüngste Sohn gestern Abend wieder seine Hippel-Phase hatte kommentierte er so: „Der hat heute nicht Handball gespielt. Ging mir genauso die ganze Woche – kein TaekWonDo, kein Schulsport – ich musste die ganze Zeit rumzappeln. Mindestens mit den Fingern. „

Aha. Klare Erkenntnis. Bei Gezappel gibt es also ab jetzt eine Runde Sport – draußen.

Irrungen und Wirrungen

Plötzliche Erkenntnis heute Nacht: Heute, Samstag und 15.12. sind ein und derselbe Tag. Also singen wir heute nachmittag auf dem nachbarörtlichen Christkindlmarkt. Und für die gleiche Zeit wähnte ich mich in der Pasinger Fabrik beim Maschentreff. Das wird irgendwie nicht klappen…

Auch mit den Auftragsstulpen klappt es nicht. Wenn ich den Zweiten mit mehr Maschen anschlage als den Ersten ist es kein Wunder, dass sie verschieden werden. Zum Glück bemerkt, bevor ich mit dem Zweiten fertig war.

Bei diesem Grad an Unaufmerksamkeit sollte ich drüber nachdenken, ob ich diese WE noch einmal backe.

Muss ich wirklich

heute arbeiten gehen? Es ist so ein richtiger Daheim-Bleib-Tag. Alle sind weg, wunderbar still im aufgeräumten und geputzten Haus – ach, würd ich gern einfach hier sitzen und meinen Gedanken nachhängen….

Statt dessen: 2 Gruppen. Dann Laden. Den ganzen Tag reden, freundlich sein, auf andere eingehen.

Ich schnapp mir jetzt noch meinen Adventskalender und verbleibende 15 Minuten.

Müder Tag

Lähmende Wintermüdigkeit befällt mich. Nicht einmal vor Mitternacht ins Bett steigen sorgt für Abhilfe. Dass es draußen heute gar nicht richtig hell werden will hilft auch nicht.
So habe ich meine ganze Lebhaftigkeit heute im Laden verbraucht, wo die Zeichen schon ganz auf weihnachtliche Vorratshaltung stehen: die Lieferung war etwa doppelt so groß wie sonst, Kühltheke und Kühlhaus dafür pickepacke voll. Ausräumen, aufräumen, verräumen – dazwischen zwar noch nicht mehr Kunden als sonst, dafür mit besonderen Ansprüchen – schon mal kleine Leckereien, bevor es sie nicht mehr gibt, Bestellungen und schlimmstenfalls eine Platte oder ein Geschenkkorb – „das können sie doch sicher gleich machen, oder? Ich brauchs so in einer Stunde“

So sitze ich jetzt schlappi auf dem Sofa rum und beäuge den Wäschekorb und diversen Bürokram, den ich mir bereit gelegt habe eher lustlos als motiviert. Statt dessen stöbere ich mit Genuss im neuen Strickbuch: Folk Shawls ist endlich bei mir eingetroffen. Warum habe ich mir dieses Buch nicht schon längst gegönnt? So viele Shawls, die genau meinem Geschmack entsprechen! Und kurzerhand wurde endlich der Entschluss getroffen, den Large Rectangle zu ribbeln. Irgendwie stricke ich da wenig erfolgreich und uninspiriert dran herum, inzwischen auch mit der Befürchtung, dass er nicht die erwünschte Größe erreichen wird. Jetzt wird er also kurzerhand aufgelöst und die Wolle einem Projekt aus den Folk Shawls zugeordnet.

Und jetzt sollte ich mich pflichtbewusst an Wäsche und Papierkram machen, damit ich heute Abend den Absprung zum Chor schaffe. Möglicherweise komme ich dann vom Singen beschwingt heim und kann noch ein paar Reihen stricken…

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