Archiv für Februar 2008

Nur Text

Nach herrlichen Frühlingstagen jetzt trüb-grau-nieslig-kalt. Trotzdem oder jetzt erst recht in der Gruppe heute „Singt ein Vogel im Märzenwald“ gesungen: Frühling komm doch bald herbei, jag den Winter fort und mach das Leben frei.

Ist ja erst heute so greislich, aber mir ist grad so als wärs schon tagelang. Ich bin einfach zu müde  wieder mal dauernd zu spät ins Bett.
Gestern war Info über die neue Oberstufe am Gymnasium. Fortschrittlicher Rückschritt? Oder wirklich zukunftsweisend?
  • Statt Kurssystem wieder Klassenverband – toll, für den Mittleren heißt das mit ca. 29 anderen Vorbereitung aufs Abi.
  • Wahlmöglichkeiten bestehen trotzdem und zwar so, dass ich außerhalb der Pflichtfächer Deutsch, Mathe und einiger Geisteswissenschaften (Pflicht) beispielsweise auf jede weitere Naturwissenschaft verzichten kann. Oder neben einer Fremdsprache nur Naturwissenschaften wähle
  • Statt einer Facharbeit wird eine weniger umfangreiche Seminararbeit geschrieben, die größtenteils in der Unterrichtszeit erstellt wird (hab ich das wirklich richtig verstanden??)
  • Mehr Praxisbezug und bessere Vorbereitung aufs Studium durch den sogenannten Profilierungsbereich: ein wissenschaftliches Seminar, in dem im gewählten Bereich eben wissenschaftliches Arbeiten geübt wird, Stoff vermittelt und dann die Seminararbeit geschrieben wird. Daneben ein Projektseminar, das der Berufsorientierung dient und den Praxisbezug in den Vordergrund rückt. Eine Zusammenarbeit mit der freien Wirtschaft soll Einblicke ins Arbeitsleben ermöglichen. Das hört sich toll an und ist so richtig Neuland für die Schule. Einschränkung: Seminare sind nur zweistündig – viel Zeit ist da nicht wirklich. Ich bin da sehr gespannt auf Themen und Umsetzung.
  • Wermutstropfen: Wer eine spätbeginnende Fremdsprache wählt – in unserem Fall wäre das Spanisch – vergibt damit die Wahlmöglichkeit 2. Fremdsprache oder 2. Naturwissenschaft. Er muss dann Spanisch zum Abitur führen und die 3. Abiprüfung in diesem Fach ablegen. Alle 4 Semester gehen in die Abinote ein – und das, obwohl man bei der Wahl dieser Sprache ja noch gar nicht weiß, wie man mit ihr zurecht kommt. Schade.
  • Es gibt 5 Abiturfächer, Deutsch und Mathe sind Pflicht und schriftlich. Die 3 anderen Fächer kann man wählen, aber eine Fremdsprache muss dabei sein. 2 Fächer werden mündlich geprüft.
Viel Unruhe unter den Eltern und den Schülern – klar. Weg von Bekanntem und Vertrautem. Die Eltern haben fast alle ein Kollegstufen-Abitur gemacht und empfanden das als echten Vorteil. Stärkere Verschulung und weg von den Kursen, Mathe und Deutsch Pflicht erscheint einigen als Verschärfung. 
Ich denke das Modell bietet auch Chancen – andere halt als die Kollegstufe. Ich versuchs entspannt zu sehen. Einiges steht und fällt mit dem Engagement der Lehrer und der Ausstattung und den Möglichkeiten der Schule. Das erste Jahr wird doppelt spannend – parallel 2 Jahrgänge Leistungskurse mit guten Lehrern zu bestücken und ganz neue Ideen für die Seminare zu entwickeln und die auch durchzuführen ist da die große Herausforderung. Lassen wir uns überraschen….

Eigentlich wollte ich

  • heute endlich meinen Termin bei der Ostheopatin wahrnehmen. Ich war da schon mal. Und stand dann heute pünktlich vor der Tür – und die Praxis gibt es gar nicht mehr. Nicht an dieser Stelle. Schnell wieder heim geflitzt (war zum Glück mit dem Rad unterwegs) und dort angerufen – umgezogen in die große Stadt. Schon vor einem dreiviertel Jahr. Und die Telefonnummer mitgenommen. So dass ich beim Anmelden gar nix gemerkt habe. Blöd, das. Ein Glück, dass ich gleich drei Termine ausgemacht habe und jetzt nicht wieder einen Monat auf den nächsten warten muss. Und es hätte meinem Kreuz heute so richtig gut getan!
  • mich heute ganz viel bewegen. War dann doch nur halb viel. Die Gartenbank war zu verlockend. Geradelt, immerhin.
  • ein wenig fotografieren und hier im Blog zeigen. Irgendwie war die Kamera dann immer woanders.
  • ganz viel am Schreibtisch erledigen. Doch der Jüngste Sohn wälzte heute wieder jede Menge pubertäres Unglück hin und her. Mütterliche Gesprächstherapie, mentale Unterstützung und der hoffnungslos verlaufene Versuch ihn aufzuheitern nahmen geraume Zeit in Anspruch. Jetzt ist es wie weggeblasen, das Unglück. Wahrscheinlich wärs nicht anders, wenn ich gar nichts gemacht hätte…
  • jetzt dann weg gehen und mich mit meinen Uralt-Kolleginnen (nein- die sind nicht alt, aber unsere Kollegen-Beziehung ist es) zum Essen treffen. Aber weil heut schon so viel nicht geklappt hat und eh nur zwei kommen können und ich sonst schon jeden Abend unterwegs bin – ist das auch abgeblasen unc ich bleibe jetzt daheim. Leckere Quiche ist schon im Ofen, Wein eingeschenkt, Jogginghose am Leib – alle Zeichen stehen auf „gemütlicher Abend“
Ansonsten: von der Sonne verwöhnt. vom Wind verblasen. Und jetzt tauchen auch hier die ersten Regenwolken auf.

Guten-Morgen-Schaf


Hurra – meine Swap-Partnerin (also diesmal die, die mich bewichteln wird) hat sich auch bei mir gemeldet!

Ach, mir macht es einfach immer wieder so richtig Spaß, das heimliche Tauschen.

Krimi

Irgendwie lese ich grad zu viele Krimis und bin vielleicht ein bisschen übersättigt. Jedenfalls habe ich für den letzten fast zwei Wochen gebraucht und fand ihn im Gegensatz zum Besten Ehemann und Ältesten Sohn mäßig spannend. Susan Hill: Der Menschen dunkles Sehnen. MIt Bestseller-Etikett und laut Brigitte „So, genau so, müssen Krimis sein!“ Gemäß Rückentitel ein neuer Stern am Spannungshimmel und in einer Reihe mit E. George und Ruth Rendell.

Okay, mein Urteil wie gesagt beeinflusst durch zu viele Krimis in Folge: mittelmäßig. Ich brauchte für meine Vorlieben zu lange um die Verbindungen zwischen den vielen Personen zu überblicken, manche Handlungsstränge blieben mir rätselhaft und erschienen überflüssig. Ich hatte keinen Peil und keinen Verdacht bis der Täter entlarvt wurde – das blieb immerhin spannend. Stilistisch im Mittelfeld.
Und wie gesagt – ich bin ein wenig Krimi-müde.
Beim erfassen meiner Bibliothek mit Librarything (statt nur banal zu schreiben: ich hacke gerade die Buchtitel in den Computer) fallen mir so manche längst vergessene Bücher in die Hände. So zum Beispiel auch der erste Band einer Werkausgabe von Guy de Maupassant mit Novellen aus den Jahren 1875-1881. Ausgabe vom Aufbau-Verlag aus dem Jahr 82 – muss ich wohl in Prag gekauft haben. Ich konnte Maupassant erst mal gar nicht mehr einordnen – was hat der denn eigentlich geschrieben, warum hab ich das gekauft? Also reingeschmökert, mich festgelesen, in Wikipedia ein bisschen über Maupassant gestöbert. 
Und so lese ich jetzt mit Lust und Freude Novellen von Maupassant. Kommt grade recht, so kurze Stückchen für zwischendurch. Auf dem Schreib- und Nachttisch stapeln sich nämlich – fortbildungsbedingt – etliche Bücher über Wechseljahre in allen Variationen. Und immer noch der Nachtzug nach Lissabon, der anfängt sich ziemlich in die Länge zu ziehen….

Grand Canyon

über der Gartenbank.


Fertig und schön und meine. Einzige Einschränkung: die roten Kleckse, die sind mir ein bisschen zu massiv. Also die nächste Landschaft vielleicht wieder mit 64 Maschen.

Sockendaten:  Socken Nr. 4

  • Wolle Schoeller und Stahl Fortissima Socka Mexiko Country Color, Fb. 11 Grand Canyon
  • gestrickt auf Bambusnadeln, billig und verbogen, Stärke 2,5
  • glatt rechts, 60 Maschen, Herzchenferse und Bandspitze
  • Größe 39, 62g
Die Farbgebung gefällt mir insgesamt viel besser als bei der Sahara. Und ganz ohne Abwickeln sind zwei ganz genau gleiche Socken entstanden.

SnDnRnR

Gestern war die Auslosung – grade noch gestern sozusagen. Alles Bestens – dieser Swap ist wirklich super organisiert und auch mit der mir zugelosten Partnerin bin ich sehr glücklich. Eigentlich ist es ja egal – jede wäre spannend. Trotzdem hatte ich so ein paar Wunschkandidatinnen – und eine davon wurde es prompt.

Jetzt gehe ich erst mal ausgiebig Sonne genießen. Auf der Gartenbank. Wegen Einführungsgottesdienst für Firmlinge und spätnachmittaglichen Verpflichtungen langt es nicht für einen Ausflug. Und Rumgemulme im Bauch macht ausgiebige Spaziergänge grad unattraktiv.

Später dann: Kochen. Neue fertige Socken. Gelesenes. Und vielleicht ein 3/4-fertiger ge- und wieder entspannter Raglanpullover

Update Strickwerk

Der erste Grand Canyon ist fertig. Die Wolle strickt sich wirklich super, flutscht nur so über die Nadeln. Diesmal mit 60 Maschen gestrickt – und schade: das dunkle Rot ergibt Kleckse statt wandernder Flecken. Aber sonst bin ich sehr zufrieden. 

(Außer damit, dass Blogger das Bild nicht laden will…. Später dann vielleicht..)
Endlich auf den Nadeln auch ein weiteres Paar Stulpen im Mermaid-Muster (wink zu cosmea). Es bestehen berechtige Aussichten, dass sie vor dem Sommer fertig werden.
Der erste Ärmel des Raglan-Pullovers ist fertig. Er erscheint mir sehr lang. Also werde ich am Wochenende die fertigen Teile mal spannen und probeweise zusammen nähen, bevor ich den zweiten Ärmel stricke. Und eigentlich gehen diese Ärmel wirklich schnell. Wenn ich mich ranhalte, kann ich den Pulli auch endlich mal anziehen – wär genau richtig für diese Temperaturen.
Und fester Vorsatz: es werden jetzt wirklich die Projekte aus dem überquellenden Korb abgearbeitet. Neu angefangen höchstens geradeaus Socken zum Mitnehmen. Und die Stulpen für meine Mutter. Und die für meine Jakce mit dreiviertel Ärmeln….

Update Krankenstand

Der Jüngste Sohn: gestern blass und von Übelkeit geplagt von der Schule gekommen. Einmal kräftig gespuckt, richtig gefiebert – und abends schon wieder richtig hungrig. Trotzdem heute daheim weil noch etwas schwächerlich.

Der Mittlere Sohn, ebenfalls noch blasser als sonst und von Übelkeit geplagt. Kein Fieber, kein Spucken, dafür Halsweh. Darf ebenfalls zu Hause bleiben.
Der Älteste Sohn war gestern schon wieder feuerwehren und ist heute schon aus dem Haus. Geblieben ist eine eingeschränkte Magenkapazität – es passt grad nicht die gewohnt unglaubliche Menge hinein.
Frau Strickwerk -heute von migräneähnlichen Kopfschmerzen geplagt- will auch zu Hause bleiben und sucht nach einer Vertretung für die heutigen Kurse. Und am liebsten auch gleich für den Haushalt. Freiwillige??
Und warum habe ich eigentlich hier geschrien und unser Wohnzimmer als Tagungsort für den Elternbeirat zur Verfügung gestellt?

Verkreuzt

Ab und zu wird dann doch auch etwas fertig: Stulpen aus Wollmeise Türkis und Karneol – ein schnell gestricktes Geburtstagsgeschenk:

Und ich hab es tatsächlich mal geschafft beim Schneeschaf einen Strang zu ergattern. Aquarius habe ich mir zwar mehr blau und weniger lila vorgestellt – aber ich bin trotzdem sehr glücklich damit:

A wie Auge, B wie Brille

In diesem Jahr werde ich mal wieder die große Ärztetour hinter mich bringen und habe heute mit dem Augenarzt begonnen. Tatsächlich – er hatte mich zehn Jahr nicht mehr gesehen. Und ich bin ja voll überzeugt, dass ich nach wie vor perfekt sehe. So bringen mich eigentlich nur erbliche Vorbelastungen wie Glaukom, Grauer Star und eklige Netzhautgeschichten zur Augenkontrolle. 


Lächelnd und souverän meinte ich den Sehtest zu bestehen und leicht überheblich neben meinen schon deutlich sehschwachen jüngeren Geschwistern weiterhin ohne Brille dem Leben ins Auge zu sehen. 
Doch siehe da – auch ich bin inzwischen „altersgemäß“ fehlsichtig. Ich konnte es kaum glauben und habe sofort protestierend den kleinsten Text flüssig und fehlerfrei abgelesen. Kam dann allerdings nicht umhin zuzugeben, dass es mit den Gläsern deutlich unanstrengender war als ohne. Also ab jetzt mit Lesebrille.

Ansonsten alles perfekt. Immerhin.

Danke übrigens für gute Wünsche und Nachfragen. Das Handgelenk des Mittleren ist noch geschient, der Jüngste konnte heute schon wieder radln und der Älteste liegt mau mit Kopfschmerz, Bauchschmerz und Durchfall im Bett (mieser Geburtstag). Aber es wird alles besser.

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